Von Frank Steinfurt
Wer zum Heilpraktiker geht, kennt den Satz: „Das zahlt die Kasse nicht.” Also zahlen die Menschen selbst. Jahr für Jahr, Rechnung für Rechnung. Und viel zu oft endet eine sinnvolle Behandlung nicht, weil sie abgeschlossen wäre, sondern weil das Geld ausgeht.
Das Bittere daran: Ein großer Teil dieser Selbstzahler müsste gar nicht alles selbst zahlen. Es ist eine Schande, dass es ihnen niemand sagt. Gesetzliche Krankenkassen schütten über ihre Bonusprogramme jedes Jahr Geld an Versicherte aus, die gesund leben und Vorsorge nachweisen. Und zwar Jahr für Jahr aufs Neue. Bei der IKK classic zum Beispiel deckt der Bonus im besten Fall den kompletten Beitrag einer Zusatzversicherung, in den allermeisten Fällen mindestens die Hälfte. Und viel tun muss man dafür nicht. Geld, das den meisten Versicherten zusteht und das sie schlicht nicht abrufen.
Was ist ein Kassenbonus überhaupt?
Fast jede gesetzliche Krankenkasse belohnt gesundheitsbewusstes Verhalten mit Geldprämien: Vorsorgeuntersuchungen, Zahnvorsorge, Impfstatus, Sportverein, Fitnessnachweis. Wer die Maßnahmen dokumentiert, bekommt den Bonus ausgezahlt. Wichtig: Das ist nicht das Bonusheft vom Zahnarzt, das den Festzuschuss beim Zahnersatz erhöht. Das Bonusprogramm ist ein eigener Geldtopf, den die Kasse direkt an den Versicherten auszahlt.
Der Hebel: Kassenbonus plus Zusatzversicherung
Richtig interessant wird der Bonus, wenn man ihn nicht als Taschengeld versteht, sondern als Finanzierungsquelle. Denn mit dem jährlich ausgezahlten Bonus lässt sich der Beitrag einer ambulanten Zusatzversicherung oder Zahnzusatzversicherung im besten Fall komplett bezahlen, in den allermeisten Fällen mindestens zur Hälfte. Die Zusatzversicherung wiederum erstattet genau die Leistungen, die Selbstzahler heute aus eigener Tasche bezahlen: Heilpraktiker-Behandlungen, Osteopathie, Naturheilverfahren, Sehhilfen, Zahnreinigung, hochwertigen Zahnersatz.
So rechnet sich das: Die Kasse zahlt den Bonus Jahr für Jahr aus, der Bonus trägt den Versicherungsbeitrag ganz oder zu großen Teilen, und die Zusatzversicherung öffnet ein Leistungsbudget, das ein Vielfaches des Beitrags wert ist. In der Kombination entsteht so ein Gesundheitsbudget von bis zu 3.000 Euro in zwei Jahren.
Ein Beispiel aus der Praxis
Eine gesetzlich versicherte Patientin ist bei der IKK classic. Sie geht ohnehin zur Zahnvorsorge, zum Check-up und ins Fitnessstudio. Bisher hat sie dafür nichts eingereicht. Ab jetzt dokumentiert sie ihre Maßnahmen im Bonusprogramm und bekommt ihren Bonus jedes Jahr ausgezahlt. Parallel schließt sie eine ambulante Zusatzversicherung ab. Der jährliche Bonus deckt den Beitrag im besten Fall komplett, in den allermeisten Fällen mindestens zur Hälfte. Ihre Osteopathie-Sitzungen und Heilpraktiker-Behandlungen reicht sie künftig bei der Zusatzversicherung ein, statt sie komplett selbst zu tragen.
In Zahlen: Ein 50-Jähriger, der einen ambulanten Tarif ohne Risikozuschlag abschließt, zahlt dafür etwa 45 Euro im Monat. Übernimmt der Kassenbonus die Hälfte davon, bleiben ihm noch 20 bis 25 Euro im Monat. Im besten Fall deckt der Bonus den Beitrag sogar vollständig. Dafür kann er bis zu 3.000 Euro in zwei Jahren für seine Gesundheit ausgeben. Das ist ein absolut fairer Deal. Und jeder sollte wissen, dass es so etwas gibt.
Ehrlicherweise gehört dazu: Der Bonus fließt nur, wenn die Maßnahmen wirklich nachgewiesen werden. Und Zusatzversicherungen haben eine Gesundheitsprüfung, die Tarife und Konditionen beeinflussen kann. Es lohnt sich also, die Kombination sauber zu planen, statt irgendeinen Tarif abzuschließen.
Warum erfährt das niemand?
Weil sich niemand zuständig fühlt. Die Krankenkasse bewirbt ihr Bonusprogramm, aber nicht die Idee, damit eine Zusatzversicherung zu finanzieren. Der Versicherungsvertrieb verkauft Zusatzversicherungen, kennt aber die Bonustabellen der Kassen nicht im Detail. Und in der Praxis fehlt Behandlern die Zeit, Finanzierungsberatung zu leisten. Das Ergebnis: Patienten brechen Therapien ab oder verzichten ganz, während ihr Bonusanspruch ungenutzt verfällt.
Genau diese Lücke schließt die Healio GmbH aus Hamburg (healio.de). Healio kombiniert die Bonusprogramme gesetzlicher Krankenkassen mit passenden ambulanten Zusatzversicherungen und Zahnzusatzversicherungen. Bei der IKK classic zum Beispiel deckt der jährliche Bonus im besten Fall den kompletten Beitrag der Zusatzversicherung, in den allermeisten Fällen mindestens die Hälfte. So entsteht ein Gesundheitsbudget von bis zu 3.000 Euro in zwei Jahren.
Was Patienten jetzt tun können
- Bei der eigenen Krankenkasse das Bonusprogramm ansehen: Was wird belohnt, wie viel wird ausgezahlt?
- Durchrechnen, welche Gesundheitsausgaben im letzten Jahr selbst bezahlt wurden: Heilpraktiker, Osteopathie, Zahnreinigung, Brille.
- Prüfen, ob eine Zusatzversicherung diese Ausgaben abdeckt und ob der Kassenbonus den Beitrag trägt. Einen kostenlosen Rechner dafür gibt es unter healio.de/ambulant.
Und was Behandler tun können: ihre Patienten auf diesen Weg hinweisen. Es geht nicht um Verkauf, sondern um Information. Menschen, die ihre Behandlung aus eigener Tasche zahlen, haben es verdient zu wissen, dass sie nicht alles selbst zahlen müssen.
Über den Autor: Frank Steinfurt ist Geschäftsführer der Healio GmbH in Hamburg. Healio ist ein Spezialmakler für Gesundheitsbudgets und zeigt gesetzlich Versicherten, wie sie über Kassenboni und Zusatzversicherungen ein Gesundheitsbudget von bis zu 3.000 Euro in zwei Jahren erschließen. Mehr unter healio.de/ambulant.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine bezahlte Anzeige der Healio GmbH.