Hit­ze­wal­lun­gen, nächt­li­ches Schwit­zen, Schlaf­pro­bleme oder Ver­än­de­run­gen der Schleim­häute: Die Wech­sel­jahre kön­nen sich sehr unter­schied­lich bemerk­bar machen. Man­che Frauen haben kaum Beschwer­den, andere füh­len sich über län­gere Zeit deut­lich beein­träch­tigt.

Auch Heil­prak­ti­ker bie­ten Beglei­tung in die­ser Lebens­phase an. Dabei ist eine wich­tige Unter­schei­dung not­wen­dig: Die Wech­sel­jahre selbst sind keine Krank­heit. Und nicht jede Beschwerde, die zwi­schen 40 und 60 auf­tritt, ist auto­ma­tisch eine Folge der hor­mo­nel­len Umstel­lung.

Was kann ein Heil­prak­ti­ker in den Wech­sel­jah­ren beglei­ten? Wel­che Ver­fah­ren wer­den ange­bo­ten? Und wann sollte eine ärzt­li­che oder gynä­ko­lo­gi­sche Unter­su­chung im Vor­der­grund ste­hen?

Wich­tig: Die­ser Arti­kel dient der all­ge­mei­nen Infor­ma­tion und ersetzt keine indi­vi­du­elle medi­zi­ni­sche Bera­tung, Dia­gnose oder Behand­lung. Bei neuen, star­ken, anhal­ten­den oder unge­wöhn­li­chen Beschwer­den sollte eine ärzt­li­che Abklä­rung erfol­gen. Aus­sa­gen zu natur­heil­kund­li­chen Ver­fah­ren bedeu­ten nicht, dass deren Wirk­sam­keit für Wech­sel­jah­res­be­schwer­den wis­sen­schaft­lich nach­ge­wie­sen ist.

Was pas­siert in den Wech­sel­jah­ren?

Die Wech­sel­jahre, medi­zi­nisch Kli­mak­te­rium genannt, beschrei­ben eine natür­li­che Phase, in der sich die Hor­mon­pro­duk­tion ver­än­dert und die frucht­bare Lebens­phase endet. Die letzte Regel­blu­tung wird als Meno­pause bezeich­net. Erst rück­bli­ckend lässt sich fest­stel­len, wann sie statt­ge­fun­den hat.

Mit der hor­mo­nel­len Umstel­lung kön­nen Beschwer­den auf­tre­ten. Typisch sind ins­be­son­dere:

  • Hit­ze­wal­lun­gen und Schweiß­aus­brü­che,
  • nächt­li­ches Schwit­zen,
  • Schlaf­pro­bleme,
  • Ver­än­de­run­gen der Schei­den- und Schleim­haut,
  • teil­weise Stim­mungs­schwan­kun­gen oder depres­sive Ver­stim­mun­gen.

Die Aus­prä­gung ist indi­vi­du­ell sehr ver­schie­den. Viele Frauen kom­men ohne Behand­lung gut durch diese Lebens­phase.

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Nicht jedes Sym­ptom kommt von den Wech­sel­jah­ren

Gerade die­ser Punkt ist für die Ein­ord­nung wich­tig. Beschwer­den wie Erschöp­fung, Kon­zen­tra­ti­ons­pro­bleme, Gewichts­zu­nahme, Gelenk­be­schwer­den, Schlaf­pro­bleme oder Stim­mungs­schwan­kun­gen kön­nen zeit­lich mit den Wech­sel­jah­ren zusam­men­tref­fen. Sie kön­nen jedoch auch andere Ursa­chen haben.

Es wäre des­halb zu ein­fach, jedes neu auf­tre­tende Sym­ptom mit einer ver­meint­li­chen „Hor­mon­stö­rung“ zu erklä­ren.

Eine seriöse Beglei­tung sollte des­halb auch die Gren­zen der eige­nen Behand­lung erken­nen und bei Bedarf eine ärzt­li­che Abklä­rung emp­feh­len.

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Was darf ein Heil­prak­ti­ker bei Wech­sel­jah­res­be­schwer­den tun?

Heil­prak­ti­ker dür­fen in Deutsch­land mit ent­spre­chen­der Erlaub­nis die Heil­kunde aus­üben. Dies umfasst die berufs­recht­lich zuläs­sige Fest­stel­lung und Beglei­tung von gesund­heit­li­chen Stö­run­gen und Beschwer­den im Rah­men der gesetz­li­chen Vor­ga­ben.

Das bedeu­tet jedoch nicht, dass jede ange­bo­tene Behand­lungs­me­thode wis­sen­schaft­lich als wirk­sam aner­kannt ist. Ebenso wenig dür­fen aus der Berufs­be­zeich­nung Heil­prak­ti­ker bestimmte Wirk­sam­keits­nach­weise für ein­zelne Ver­fah­ren abge­lei­tet wer­den.

Wel­che Methode ein Heil­prak­ti­ker anbie­tet, hängt von sei­ner Aus­bil­dung, sei­nen Schwer­punk­ten und den recht­li­chen Gren­zen des jewei­li­gen Ver­fah­rens ab.

Wel­che natur­heil­kund­li­chen Ansätze wer­den in den Wech­sel­jah­ren ange­bo­ten?

Das Spek­trum ist groß. In heil­prak­ti­schen Pra­xen kön­nen bei­spiels­weise Gesprä­che zu Lebens­stil und Ernäh­rung, Ent­span­nungs­ver­fah­ren sowie ver­schie­dene natur­heil­kund­li­che Kon­zepte ange­bo­ten wer­den. Man­che Pra­xen arbei­ten zudem mit pflanz­li­chen Prä­pa­ra­ten oder ande­ren kom­ple­men­tä­ren Ver­fah­ren.

Ent­schei­dend ist dabei die Unter­schei­dung zwi­schen „wird ange­bo­ten“ und „ist nach­weis­lich wirk­sam“. Bei­des ist nicht das­selbe.

Pflanz­li­che Mit­tel: natür­lich bedeu­tet nicht auto­ma­tisch harm­los

Viele Frauen inter­es­sie­ren sich in den Wech­sel­jah­ren für pflanz­li­che Prä­pa­rate. Häu­fig genannt wer­den bei­spiels­weise Soja, Rot­klee oder Trau­ben­sil­ber­kerze.

Die wis­sen­schaft­li­che Daten­lage unter­schei­det sich je nach Prä­pa­rat und Wirk­stoff. In der Fach­li­te­ra­tur fin­den sich für bestimmte Pflan­zen­stoffe wie Soja-Iso­fla­vone Dis­kus­sio­nen über mög­li­che Effekte bei Hit­ze­wal­lun­gen, wäh­rend für zahl­rei­che andere pflanz­li­che Mit­tel eine zuver­läs­sige Wirk­sam­keit wis­sen­schaft­lich nicht nach­ge­wie­sen ist.

Pflanz­li­che Prä­pa­rate kön­nen außer­dem Neben­wir­kun­gen haben und mit Arz­nei­mit­teln wech­sel­wir­ken. Des­halb soll­ten auch frei ver­käuf­li­che Pro­dukte nicht auto­ma­tisch als risi­ko­frei ange­se­hen wer­den.

Merke: Die Begriffe „pflanz­lich“, „natür­lich“ oder „bio­iden­tisch“ sagen für sich genom­men nichts dar­über aus, ob eine Behand­lung wirk­sam, neben­wir­kungs­frei oder für eine bestimmte Per­son geeig­net ist.

Was ist von Wer­be­aus­sa­gen zur „natür­li­chen Hor­mon­re­gu­la­tion“ zu hal­ten?

For­mu­lie­run­gen wie „Hor­mone natür­lich regu­lie­ren“, „Hor­mon­ba­lance wie­der­her­stel­len“ oder „Östro­gen­man­gel aus­glei­chen“ klin­gen plau­si­bel, ver­ein­fa­chen die Vor­gänge in den Wech­sel­jah­ren aber stark.

Die hor­mo­nelle Ver­än­de­rung ist grund­sätz­lich Bestand­teil eines natür­li­chen bio­lo­gi­schen Pro­zes­ses. Die Wech­sel­jahre bedeu­ten nicht auto­ma­tisch, dass ein behand­lungs­be­dürf­ti­ger „Hor­mon­man­gel“ vor­liegt.

Wer­den auf­grund von Beschwer­den Labor­un­ter­su­chun­gen oder soge­nannte Hor­mon­checks ange­bo­ten, sollte des­halb immer geklärt wer­den, wel­che kon­krete medi­zi­ni­sche Fra­ge­stel­lung damit beant­wor­tet wer­den soll und wel­che Kon­se­quenz sich aus einem Ergeb­nis ergibt.

Was sagt die Wis­sen­schaft zu alter­na­ti­ven Ver­fah­ren?

Für viele kom­ple­men­täre oder alter­na­tive Ver­fah­ren, die bei Wech­sel­jah­res­be­schwer­den ange­bo­ten wer­den, ist die wis­sen­schaft­li­che Evi­denz begrenzt oder unein­heit­lich.

Das bedeu­tet nicht auto­ma­tisch, dass ein­zelne Frauen eine Anwen­dung nicht als ange­nehm oder hilf­reich emp­fin­den kön­nen. Eine per­sön­li­che Erfah­rung ist jedoch kein wis­sen­schaft­li­cher Wirk­sam­keits­nach­weis.

Bei der Beur­tei­lung eines Ange­bots lohnt es sich des­halb, nach­zu­fra­gen:

  • Was genau soll die Behand­lung errei­chen?
  • Wel­che wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nisse gibt es dazu?
  • Wel­che Risi­ken oder Neben­wir­kun­gen sind bekannt?
  • Gibt es Wech­sel­wir­kun­gen mit Medi­ka­men­ten?
  • Wel­che Alter­na­ti­ven gibt es?
  • Wann sollte zusätz­lich eine Ärz­tin oder ein Arzt hin­zu­ge­zo­gen wer­den?

Wel­che Behand­lung ist medi­zi­nisch gut unter­sucht?

Bei aus­ge­präg­ten Wech­sel­jah­res­be­schwer­den gehört die Hor­mon­the­ra­pie zu den am bes­ten unter­such­ten medi­zi­ni­schen Behand­lungs­mög­lich­kei­ten. Ins­be­son­dere Hit­ze­wal­lun­gen und Schweiß­aus­brü­che kön­nen dadurch deut­lich redu­ziert wer­den.

Eine Hor­mon­the­ra­pie hat jedoch mög­li­che Neben­wir­kun­gen und Risi­ken und ist nicht für jede Frau glei­cher­ma­ßen geeig­net. Ob sie infrage kommt, sollte des­halb indi­vi­du­ell ärzt­lich beur­teilt wer­den.

Eine heil­prak­ti­sche Beglei­tung sollte eine not­wen­dige ärzt­li­che Bera­tung über diese Behand­lungs­mög­lich­kei­ten nicht erset­zen.

Wann sollte man mit Beschwer­den zum Arzt?

Eine medi­zi­ni­sche Abklä­rung ist ins­be­son­dere sinn­voll, wenn Beschwer­den neu, unge­wöhn­lich, stark oder anhal­tend sind oder sich nicht plau­si­bel durch die Wech­sel­jahre erklä­ren las­sen.

Beson­dere Auf­merk­sam­keit ver­die­nen bei­spiels­weise unge­wöhn­li­che oder starke Blu­tun­gen. Auch Blu­tun­gen, die nach bereits ein­ge­tre­te­ner Meno­pause auf­tre­ten, soll­ten ärzt­lich abge­klärt wer­den.

Ebenso gehö­ren unter ande­rem anhal­tende starke Schmer­zen, aus­ge­prägte depres­sive Beschwer­den, unge­klär­ter Gewichts­ver­lust oder andere deut­li­che gesund­heit­li­che Ver­än­de­run­gen in ärzt­li­che Hände.

Bei aku­ten oder schwe­ren Beschwer­den sollte nicht zunächst auf eine natur­heil­kund­li­che Behand­lung gewar­tet wer­den.

Heil­prak­ti­ker und Frau­en­arzt müs­sen kein Gegen­satz sein

Wer natur­heil­kund­li­che Beglei­tung nut­zen möchte, muss sich nicht grund­sätz­lich zwi­schen Heil­prak­ti­ker und ärzt­li­cher Betreu­ung ent­schei­den.

Gerade in den Wech­sel­jah­ren kann es sinn­voll sein, unter­schied­li­che Auf­ga­ben klar von­ein­an­der zu tren­nen. Die gynä­ko­lo­gi­sche oder haus­ärzt­li­che Unter­su­chung kann Erkran­kun­gen aus­schlie­ßen oder medi­zi­ni­sche Behand­lungs­mög­lich­kei­ten klä­ren. Eine ergän­zende heil­prak­ti­sche Beglei­tung kann sich, abhän­gig vom indi­vi­du­el­len Ange­bot, bei­spiels­weise mit Lebens­stil, Ent­span­nung oder ande­ren kom­ple­men­tä­ren Ansät­zen beschäf­ti­gen.

Wich­tig ist, dass alle Betei­lig­ten über ver­wen­dete Arz­nei­mit­tel und Prä­pa­rate infor­miert sind. Das gilt ins­be­son­dere für pflanz­li­che Mit­tel und Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel, weil Wech­sel­wir­kun­gen mög­lich sind.

Woran erkenne ich eine seriöse Beglei­tung?

Ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umgang mit Wech­sel­jah­res­be­schwer­den zeigt sich nicht daran, dass mög­lichst viele Metho­den ange­bo­ten wer­den. Aus­sa­ge­kräf­ti­ger ist, wie trans­pa­rent mit Mög­lich­kei­ten und Gren­zen umge­gan­gen wird.

Einige Fra­gen kön­nen bei der Aus­wahl hel­fen:

  • Wer­den Aus­bil­dung und Behand­lungs­schwer­punkte trans­pa­rent dar­ge­stellt?
  • Wer­den Kos­ten vor Beginn der Behand­lung erklärt?
  • Wer­den keine Hei­lungs- oder Erfolgs­ga­ran­tien gege­ben?
  • Wer­den mög­li­che Risi­ken und Gren­zen ange­spro­chen?
  • Wird bei unkla­ren Beschwer­den zur ärzt­li­chen Abklä­rung gera­ten?
  • Wird nach Medi­ka­men­ten und ande­ren bereits ver­wen­de­ten Prä­pa­ra­ten gefragt?
  • Kann nach­voll­zieh­bar erklärt wer­den, warum eine bestimmte Unter­su­chung oder Behand­lung vor­ge­schla­gen wird?

Vor­sicht bei gro­ßen Ver­spre­chen

Skep­sis ist ange­bracht, wenn kom­plexe Beschwer­den aus­schließ­lich mit einer angeb­li­chen „Hor­mon­blo­ckade“, „Über­säue­rung“, „Ent­gif­tungs­stö­rung“ oder einer ähn­lich ein­fa­chen Ursa­che erklärt wer­den.

Auch Ver­spre­chen, die Hor­mone könn­ten sicher „ins Gleich­ge­wicht“ gebracht oder Wech­sel­jah­res­be­schwer­den zuver­läs­sig besei­tigt wer­den, soll­ten kri­tisch betrach­tet wer­den.

Eine seriöse Behand­lung muss Unsi­cher­hei­ten benen­nen kön­nen. Das gilt für natur­heil­kund­li­che ebenso wie für kon­ven­tio­nelle medi­zi­ni­sche Ver­fah­ren.

Was kos­tet die Behand­lung beim Heil­prak­ti­ker?

Die Kos­ten hän­gen von Pra­xis, Dauer, Unter­su­chung und ange­wen­de­ten Ver­fah­ren ab. Heil­prak­ti­ker rech­nen ihre Leis­tun­gen grund­sätz­lich pri­vat mit ihren Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten ab.

Vor Beginn einer Behand­lung ist es des­halb sinn­voll, nach den vor­aus­sicht­li­chen Kos­ten zu fra­gen. Wer pri­vat ver­si­chert ist oder eine Zusatz­ver­si­che­rung besitzt, sollte zusätz­lich prü­fen, ob und in wel­cher Höhe der eigene Tarif die geplan­ten Leis­tun­gen erstat­tet.

Eine mög­li­che Erstat­tung durch eine Ver­si­che­rung bedeu­tet nicht auto­ma­tisch, dass eine Methode wis­sen­schaft­lich als wirk­sam aner­kannt ist.

Heil­prak­ti­ker für Wech­sel­jahre fin­den

Wer sich eine ergän­zende natur­heil­kund­li­che Beglei­tung in den Wech­sel­jah­ren wünscht, kann gezielt nach Heil­prak­ti­kern mit einem ent­spre­chen­den Pra­xis­schwer­punkt suchen.

Vor der Ter­min­ver­ein­ba­rung lohnt sich die Frage, wel­che Ver­fah­ren kon­kret ange­bo­ten wer­den und wel­che Erfah­rung die Pra­xis mit Frauen in den Wech­sel­jah­ren hat. Ebenso wich­tig ist die Bereit­schaft, bei medi­zi­nisch abklä­rungs­be­dürf­ti­gen Beschwer­den mit Ärz­ten zusam­men­zu­ar­bei­ten bezie­hungs­weise an diese zu ver­wei­sen.

Fazit: Beglei­tung ja, ein­fa­che Ver­spre­chen nein

Die Wech­sel­jahre sind ein natür­li­cher Lebens­ab­schnitt und keine Krank­heit. Beschwer­den kön­nen den­noch erheb­lich sein und die Lebens­qua­li­tät beein­träch­ti­gen.

Heil­prak­ti­ker kön­nen Frauen in die­ser Phase im Rah­men ihrer jewei­li­gen Erlaub­nis und ihres Behand­lungs­schwer­punkts beglei­ten. Wie sinn­voll eine kon­krete Behand­lung ist, hängt jedoch von der Methode, der indi­vi­du­el­len Situa­tion und der wis­sen­schaft­li­chen Evi­denz ab.

Beson­ders wich­tig ist die Grenze zwi­schen Beglei­tung und medi­zi­nisch not­wen­di­ger Abklä­rung. Natur­heil­kund­li­che Ange­bote soll­ten weder eine erfor­der­li­che Dia­gnos­tik ver­zö­gern noch mit Wir­kun­gen wer­ben, die nicht belegt sind.

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Häu­fige Fra­gen zu Heil­prak­ti­kern und Wech­sel­jah­ren

Kann ein Heil­prak­ti­ker bei Wech­sel­jah­res­be­schwer­den hel­fen?

Heil­prak­ti­ker kön­nen im Rah­men ihrer Erlaub­nis ver­schie­dene natur­heil­kund­li­che oder kom­ple­men­täre Ver­fah­ren anbie­ten. Ob eine kon­krete Methode Beschwer­den tat­säch­lich lin­dert, hängt von der Methode ab. Für zahl­rei­che alter­na­tiv­me­di­zi­ni­sche Ver­fah­ren bei Wech­sel­jah­res­be­schwer­den fehlt ein ver­läss­li­cher wis­sen­schaft­li­cher Wirk­sam­keits­nach­weis.

Sind Wech­sel­jahre eine Krank­heit?

Nein. Die Wech­sel­jahre sind eine natür­li­che Lebens­phase. Die hor­mo­nelle Umstel­lung kann jedoch Beschwer­den wie Hit­ze­wal­lun­gen, Schweiß­aus­brü­che oder Schlaf­pro­bleme ver­ur­sa­chen, die teil­weise behand­lungs­be­dürf­tig sein kön­nen.

Wel­che pflanz­li­chen Mit­tel wer­den bei Wech­sel­jah­res­be­schwer­den ver­wen­det?

Häu­fig ange­bo­ten wer­den bei­spiels­weise Prä­pa­rate mit Soja, Rot­klee oder Trau­ben­sil­ber­kerze. Die wis­sen­schaft­li­che Evi­denz ist je nach Wirk­stoff unter­schied­lich und teil­weise begrenzt. Auch pflanz­li­che Prä­pa­rate kön­nen Neben- und Wech­sel­wir­kun­gen haben.

Muss ich mit Wech­sel­jah­res­be­schwer­den zum Frau­en­arzt?

Nicht jede typi­sche und leichte Wech­sel­jah­res­be­schwerde erfor­dert eine Behand­lung. Neue, starke, unge­wöhn­li­che oder anhal­tende Beschwer­den soll­ten jedoch ärzt­lich abge­klärt wer­den. Dies gilt ins­be­son­dere für unge­wöhn­li­che Blu­tun­gen und Blu­tun­gen nach der Meno­pause.

Kann ich gleich­zei­tig zum Heil­prak­ti­ker und zum Frau­en­arzt gehen?

Grund­sätz­lich schlie­ßen sich ärzt­li­che und ergän­zende heil­prak­ti­sche Betreu­ung nicht aus. Wich­tig ist, dass ver­wen­dete Arz­nei­mit­tel, pflanz­li­che Prä­pa­rate und Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel bekannt sind, damit mög­li­che Wech­sel­wir­kun­gen berück­sich­tigt wer­den kön­nen.

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